Montag, 21. Juni 2010

Intrexx5 und VHosts mit Tomcat

Ein sehr spezieller Artikel für Intrexx5-Anwender:

Zielsetzung:

Ein Intrexx-Server hostet 2 Portale (Portal1 und Portal2). Es wurden zwei Domains (www.intrexxportal1.de; www.intrexxportal2.de – von mir frei erfundene Adressen…) geschaltet, die beide auf die IP des Servers verweisen. Ein Aufruf der Portale ist über http://<IP>/Portal1 und http://<IP>/Portal2 möglich.

Jetzt soll aber die Domain http://www.intrexxportal1.de direkt auf das Portal1 führen und nicht nur auf die Tomcat-Startseite. Das Gleiche bei intrexxportal2.

Vorgehen:

  1. Die Datei /opt/intrexx/tomcat/conf/server.xml bearbeiten
  2. In der Zeile
    <Host appBase=”webapps” autoDeploy=”true” name=”localhost”
    das localhost durch www.intrexxportal1.de ersetzen, den Rest unverändert lassen.
  3. Die gerade abgeänderte Zeile samt der darauffolgenden (also alles zwischen den spitzen Klammern) kopieren und ganz unten in der Datei zwischen </Host> und </Engine> einfügen.
  4. In den kopierten Zeilen intrexxportal1 durch intrexxportal2 ersetzen.
  5. Vor </Engine> ein </Host> ergänzen.
  6. Die Datei speichern und schließen.
  7. Das komplette Verzeichnis /opt/intrexx/tomcat/conf/Catalina/localhost nach /opt/intrexx/tomcat/conf/Catalina/www.intrexxportal1.de sowie nach /opt/intrexx/tomcat/conf/Catalina/www.intrexxportal2.de kopieren.
  8. Im Verzeichnis www.intrexxportal1.de die Datei Portal1.xml nach ROOT.xml kopieren.
  9. Im Verzeichnis www.intrexxportal2.de die Datei Portal2.xml nach ROOT.xml kopieren.
  10. cd /opt/intrexx/bin/linux
  11. sudo ./console.sh –a stop
  12. sudo ./console.sh –a start
  13. sudo ./console.sh –s status –> Wenn hier alle Prozesse gestartet sind – insbesondere der Tomcat, war die Operation erfolgreich!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Apache und Tomcat mit mod_jk unter Ubuntu 10.04

Zielsetzung:

Es war gar nicht so einfach, eine funktionierende Anleitung zu finden, wie man Apache2 und Tomcat6 mit libapache2-mod-jk verbindet. Unter http://www.docshare.com/doc/197611/Installing-Tomcat6-on-Ubuntu-with-Jk-Connecto habe ich eine gefunden, die ich hier im Wesentlichen wiedergebe, die Pfade (u.a. auf das mit Ubuntu-Server standardmäßig installierte OpenJDK) habe ich angepasst.
Meine Beschreibung setzt Gnome voraus, wenn keine grafische Oberfläche (apt-get install ubuntu-desktop) installiert wurde, kann man die Dateien natürlich statt mit gedit auch mit vi oder dem mc bearbeiten.

Vorgehen:

  1. Starte gnome-console
  2. sudo apt-get install tomcat6
  3. sudo apt-get install libapache2-mod-jk
    (Ubuntu lädt bei der Installation den Connector automatisch als Apache2-Modul)
  4. sudo gedit /etc/libapache2-mod-jk/workers.properties
  5. Bearbeite folgende Zeile:
    workers.tomcat_home = /usr/share/tomcat6
  6. Bearbeite folgende Zeile:
    workers.java_home = /usr/lib/jvm/java-6-openjdk
  7. Speichern und gedit beenden
  8. sudo gedit /etc/apache2/sites-enabled/000-default
  9. Füge zwischen dem letzten </Directory> und dem abschließenden </VirtualHost> folgende Zeile ein:
    JkMount /* ajp13_worker
  10. Speichern und gedit beenden
  11. sudo gedit /etc/apache2/mods-available/jk.load
  12. Füge am Ende folgende Zeilen hinzu:
    JkWorkersFile /etc/libapache2-mod-jk/workers.properties
    JkLogFile /var/log/apache2/mod_jk.log
    JkLogLevel error
  13. Speichern und gedit beenden
  14. sudo gedit /etc/tomcat6/server.xml
  15. In Zeile 93-95 steht folgendes:
    <!--
    <Connector port =”8009” protocol=”AJP/1.3” redirectPort= “8443” />
    -->
    Die Zeile 94 auskommentieren (also das <!-- und das --> löschen)
  16. Speichern und gedit beenden
  17. sudo /etc/init.d/apache2 restart
  18. sudo /etc/init.d/tomcat6 restart
Fertig! Fortan können .jsp-Seiten statt unter http://localhost:8080 direkt unter http://localhost aufgerufen werden.

Intrexx 5 unter Ubuntu Server 10.04 LTS mit Tomcat und Postgres

Zielsetzung:

Seit ein paar Tagen ist die Final von Ubuntu 10.04 draußen, wieder eine Version mit Long Term Support (in der Serverversion gibt es also Sicherheitsupdates für 5 Jahre). Es soll die Grundlage für eine Intrexx 5 Professional Installation werden.

Um von den automatischen Sicherheitsupdates durch Ubuntu zu profitieren, verwende ich nicht den in Intrexx “eingebauten” Tomcat, sondern den bei Ubuntu-Server installierbaren.

[Update: Ich habe inzwischen festgestellt, dass der mit Ubuntu 10.04 mitgelieferte Tomcat 6 nicht mit Intrexx harmoniert! Wer Intrexx verwenden will, sollte also doch auf den bei Intrexx mitgelieferten Tomcat 5.5 zurückgreifen!]

Als Datenbank verwende ich PostgreSQL, ebenfalls in Ubuntu mitgeliefert.

Ubuntu-Grundinstallation:

Ich verwende die 64bit-Version von Ubuntu (der Server hat mehr als 4GB RAM), das Vorgehen bei der 32bit-Version ist aber völlig identisch.

  1. Download des 10.04-Server-64bit-Images vom Ubuntu-Server.
  2. Brennen der CD.
  3. Installation von Ubuntu. Die Fragen bei der Installation sind selbsterklärend, das einzige Problem war bei mir die Partitionierung des RAIDs, mit LVM wollte der Server anschließend nicht vom RAID booten, ich habe dann die geführte Partitionierung ohne LVM verwendet, damit lief alles problemlos. Bei der Auswahl der Software-Pakete habe ich Häckchen gesetzt bei:
  • LAMP-Server
  • Tomcat-Servlet [Update: NICHT installieren, wenn Intrexx 5 verwendet werden soll!]
  • PostgreSQL-Datenbank
  • OpenSSH-Server (nicht zwingend, aber bei Fernwartung erhöht das die Sicherheit)

Jetzt sollte die Installation durchlaufen und nach dem Reboot ein Login möglich sein.

erweiterte Ubuntu-Installation:

Ich bin kein Kommandozeilen-Fetischist, ganz ohne geht’s unter Linux nicht, aber man kann sich die Sache doch etwas erleichtern. Die Server-Version bietet keine grafische Oberfläche, also installiere ich sie nach:

  1. sudo apt-get install ubuntu-desktop (dauert eine ganze Weile, es werden viele Dateien aus dem Netz gezogen und installiert)
  2. sudo shutdown –r now (sofortiger Reboot)

Jetzt sollte der grafische Desktop (Gnome) starten. Die deutsche Übersetzung ist noch nicht vollständig, beim ersten Aufruf der Spracheinstellungen im System-Menü werden die fehlenden Teile nachinstalliert, nach einem Logout und Login ist die deutsche Übersetzung dann vollständig.

Hilfsprogramme:

Im Software-Verzeichnis folgende Programme suchen und installieren:

  • mc (midnight-commander, praktisch für Datei-Operationen auf der Console)
  • sysv-rc-conf (brauchen wir später, um die intrexx-Prozesse beim Server-Start automatisch starten zu lassen)
  • pgadmin (grafisches Verwaltungstool für PostgreSQL)

PostgreSQL vorbereiten:

(hier beziehe ich mich im Wesentlichen auf die Beschreibung unter http://wiki.ubuntuusers.de/postgresql)

  1. gnome-console öffnen
  2. sudo –u postgres psql template1 (man ist nun in der PostgreSQL- Eingabeaufforderung)
  3. ALTER ROLE postgres WITH PASSWORD
  4. ‘xxxxx’; (die ickse zwischen den einfachen Anführungszeichen sind natürlich durch ein gutes Passwort zu ersetzen! Semikolon am Ende nicht vergessen! bei Erfolg quittiert die Datenbank die Eingabe mit ALTER ROLE)
  5. \q (Eingabeaufforderung verlassen)
  6. sudo gedit /etc/postgresql/8.4/main/postgresql.conf
  7. Folgende Zeile suchen und korrigieren: listen_addresses = ‘*’
  8. Speichern und gedit beenden.
  9. sudo /etc/init.d/postgresql-8.4 restart

Intrexx 5 installieren:

  1. Installationspaket auf dem Desktop auspacken.
  2. gnome-console öffnen
  3. cd ~/Desktop/IX500
  4. sudo ./setup.sh
  5. Dialoge durchklicken bis die Übersicht der zu installierenden Pakete erscheint, hier Derby und Oracle-Datenbanktreiber abwählen [Update: Tomcat ausgewählt lassen!].
  6. Intrexx installieren.
  7. Am Besten jetzt noch den Intrexx-Portalmanager ins Ubuntu-Menü einbinden (System-Hauptmenü, neuen Eintrag erstellen, die Portalmanager-Datei und das Icon findet man unter: /opt/intrexx/bin/linux/)

[Update: Der folgende Schritt ist bei einer Installation mit Intrexx 5 nicht nötig, weil hier der Tomcat 5.5 mitinstalliert werden sollte!]

Intrexx mit Tomcat6 “bekanntmachen”:

(hier beziehe ich mich auf das pdf “Intrexx Xtreme Installation auf Ubuntu 8.04.2” von United Planet, ich habe jedoch die Pfadangaben für die neuen Versionen aktualisiert)

  1. gnome-console öffnen
  2. sudo gedit /etc/tomcat6/catalina.properties
  3. Folgende Zeile suchen: common.loader=$…….
  4. Am Ende dieser Zeile folgendes anhängen: ,/opt/intrexx/lib/*.jar,/opt/intrexx/lib/update
  5. Datei speichern und gedit beenden.
  6. sudo /etc/init.d/tomcat6 restart
  7. sudo mkdir /opt/intrexx/tomcat
  8. sudo ls –s /etc/tomcat6 /opt/intrexx/tomcat/conf

[/Update]

Jetzt kann man im Portalmanager von Intrexx ein neues Portal einrichten. Beim nächsten Serverstart werden aber weder die Intrexx-Dienste noch das Portal gestartet, deswegen jetzt der letzte Schritt:

“Autostart” der Intrexx-Dienste:

Dieser Schritt ist sowohl nach der Intrexx-Installation wie auch nach dem Anlegen eines neuen Portals in Intrexx notwendig. Sonst startet das Portal nach einem Reboot nicht automatisch!

  1. gnome-console öffnen
  2. sudo sysv-rc-conf
  3. mit Pfeiltaste-nach-unten die Prozesse mit ui…. heraussuchen und mit der Leertaste jeweils Häckchen beim Startlevel 2, 3, 4 und 5 setzen.
  4. q (Programm beenden)

Fertig!

Samstag, 2. Januar 2010

Babyschwimmen

Heute erweitere ich die Themen dieses Blogs um ein weiteres, das bei mir im Moment naheliegt: alles rund ums Kind (keine netten Geschichten, sondern Produkte und Dienstleistungen).

Ich fange mal mit dem

Babyschwimmen

an:

Der Kurs der Schwimmschule Roth fand im Hallenbad Nord in Tübingen statt.

Dort ist am Freitag zwar Warmbadetag, das Schwimmerbecken, in dem der Kurs abgehalten wurde, fühlte sich aber doch recht kühl an, vor allem die kleineren Kinder schlotterten nach ein paar Minuten und am Ende des Kurses war man froh, schnell mit dem Kind ins wirklich warme Kinderbecken zu können.

Unserem Nils (begonnen haben wir, als er 4 Monate alt war, die Sommerferien haben den Kurs dann unterbrochen, aufgehört haben wir mit 9 Monaten) hat das Schwimmen dennoch riesig Spaß gemacht.

Seine Eltern fanden es weniger witzig, der Stil des Schwimmlehrers wirkte auf mich persönlich eher militärisch (“Und jetzt in die Rückenlage! Und jetzt alle singen: ‘Es tanzt ein Bi-Ba-Butzelmann’! Und jetzt…”) und mäßig motiviert. Die Übungen wiederholten sich – klar, das muss ja bei Kleinkindern auch so sein, aber es sollte doch jedes Mal auch etwas neues dabei sein, und dem war nicht so.

So hat uns dann ein Kurs völlig gereicht, die gelernten Übungen kann man gut auch alleine mit seinem Kind und vor allem mit eigenem Tempo durchführen.

Falls wir noch einen Kurs machen, werden wir ein anderes Bad bevorzugen und einen Kurs beim Haus der Familie Reutlingen oder der VHS buchen…

Montag, 22. Dezember 2008

Dell Studio

Dell Studio 530

Bisher war ich mit meinem alten Dell Dimension mit P4 (2,6 GHz) recht zufrieden: zuverlässig, recht leise. Nachdem er nun etwas in die Jahre gekommen ist, es Probleme mit per USB angeschlossenen W-Lan-Sticks gab (unregelmäßige, aber häufige Verbindungsabbrüche), sollte ein neuer PC her, da ich mit Dell gute Erfahrungen gemacht habe und die Preise durchaus konkurrenzfähig waren (sogar inkl. Versand...), fiel meine Wahl auf den Dell Studio 530:
  • recht kompaktes, aber ansehnliches Gehäuse
  • Dual Core E8400
  • Ati HD 3400 (laut Dell-Telefonberater ohne DVI, in der Praxis mit DVI)
Richtig zufrieden mit dem Rechner bin ich jedoch nicht!

Probleme:
  • Der Rechner ist viel zu laut: Der Gehäuselüfter ist nicht vom Gehäuse entkoppelt und brummt etwas tiefer, der Prozessorkühler rauscht deutlich, auch die Grafikkarte hat einen kleinen Lüfter (bei diesem Chip eigentlich überflüssig!), der wird aber vom Rest übertönt, nur Festplattenzugriffe sind recht leise.
  • Der DVD-Brenner (HL-DT-ST GSA-H73N) ist ein Billigprodukt: er röhrt mächtig und überträgt seine deutlichen Schwingungen klappernd aufs Gehäuse; mit CD-RWs verschiedener Hersteller kann er nichts anfangen, die Leserate bricht auch bei gepressten CDs immer wieder hörbar und spürbar ein, häufig müssen DVDs mehrfach eingelegt werden, damit sie erkannt werden.
  • Das Auspacken des Rechners aus der Schutzfolie auf den Hochglanzflächen war eine Freude und dauerte ca. 15 Minuten (die Folie zerreißt auch bei vorsichtigem Vorgehen in viele kleine Einzelteile, die mit dem Fingernagel abgekratzt werden wollen. Man sollte die Seitenteile des Gehäuses vorher entfernen!) - aber das ist eine einmalige Sache, die keine bleibenden Schäden verursacht.
  • Der SD-Card-Leser ist schnarchelangsam.
  • Hinten nur 4 USB-Anschlüsse (vorne 2); wem reicht denn das, wenn für Tastatur und Maus schon mal 2 weggehen?
  • Die Standard-Dell-Tastatur ist zwar schick und flach, setzt aber den "Pos1 bis Bild"-Tastenblock hochkant statt quer und die Pfeiltasten leicht nach links - ein steter Quell der Freude beim blind tippen.
  • Die Gehäusefront ist schick, die Plastikabdeckung des DVD-Laufwerks und der Auswerfen-Knopf machen aber keinen übermäßig stabilen Eindruck. Bei geöffneter Schublade ist der Öffnen-Knopf komplett verdeckt, ein Schließen der Schublade ist mit dem Knopf also nicht möglich.
Lösungsansätze:
  • Der Gehäuselüfter (Durchmesser: 9 cm) lässt sich recht einfach und kostengünstig (12€) gegen ein leiseres Modell mit Entkopplernippeln austauschen.
  • Der Prozessorkühler lässt sich leider nicht austauschen, da er mit einer verklebten Verstrebung auf der Rückseite des Motherboards verschraubt ist, d.h. die üblichen Push-Pins der LGA 775-Kühler können nicht eingeschoben werden.
Fazit: Dieser Rechner wird meinen Wünschen nicht gerecht!

Mittwoch, 5. November 2008

hängengebliebenen Druckauftrag unter WinXP löschen

Problem:
Unter Windows XP bleiben ab und zu Druckaufträge hängen, die sich auch als Administrator und nach einem Neustart nicht löschen lassen (z.B. weil der Drucker nicht mehr erreichbar ist).

Lösung:
- Unter Start-->Ausführen die Dienste-Konsole "services.msc" aufrufen.
- Den Dienst "Druckerwarteschlange" heraussuchen, markieren und oben auf die "Stop"-Schaltfläche klicken; der Dienst wird angehalten.
- Im Windows-Explorer das Verzeichnis "C:\WINDOWS\system32\spool\PRINTERS" heraussuchen und alle darin enthaltenen Dateien löschen; damit sind alle Druckaufträge (auf allen installierten Druckern!) gelöscht.
- In der Dienste-Konsole jetzt den Dienst "Druckerwarteschlange" wieder starten, über die "Play"-Schaltfläche.

Montag, 3. November 2008

iTalc neu installieren

iTalc ist ein Freeware-Programm, mit dem sich ein Klassenraum voller Computer "überwachen" lässt, z.B. um am Bildschirm einem Schüler per "Fernwartung" Tipps zu geben, einen Schülerbildschirm auf den Beamer zu holen, alle Schülerbildschirme zu sperren oder auch alle Rechner mit einem Mausklick herunterzufahren.

Problem:
Eine Neuinstallation (neue Version oder Image von einem anderen Raum) führt häufig, wenn man die richtigen Schritte nicht beachtet, dazu, dass die alten Schlüssel verwendet werden und eine Verbindung zwischen Master und Clients nicht zustande kommt (Clients lehnen Verbindung mit einer Meldung in der Taskleiste ab).

Lösung:

Man muss sowohl den iTalc-Dienst ica aus den Windows-Diensten entfernen (nicht nur deaktivieren!) wie auch (anschließend) das iTalc-Verzeichnis mit den alten Schlüsseln löschen.

Vorgehen:
Besonders bequem und mausklicksparend ist folgendes Vorgehen:

- Batch-Datei "italcdeinst.bat" erstellen mit folgendem Inhalt (am besten auf einem Netzlaufwerk speichern, zusammen mit den Installationsdateien von iTalc):
c:\Programme\italc\ica -unregisterservice
rmdir C:\Programme\italc /s /q
Befehl 1 schmeißt ica aus der Liste der Windows-Dienste raus.
Befehl 2 löscht das Verzeichnis ...\italc mit allen Dateien und Unterverzeichnissen (/s) ohne Nachfrage (/q)


- Batch-Datei "italcdeinst.bat" auf dem Master-Rechner (z.B. der Lehrerrechner) ausführen

- iTalc auf dem Master-Rechner installieren, neue Schlüssel anlegen und dabei das Verzeichnis für den öffentlicher-Schlüssel-Export beachten!

- Batch-Datei "italcdeinst.bat" auf dem ersten Client-Rechner (=Schülerrechner) ausführen.

- Datei "setup.exe" auf dem ersten Client-Rechner ausführen, dabei vorher exportierten Schlüssel jetzt importieren und am Ende den Haken bei "Installationsvorgang speichern" setzen. Im iTalc-Installationsverzeichnis wird dann automatisch eine Datei "installsettings.xml" angelegt.

- Batch-Datei "italcinstall.bat" anlegen (im iTalc-Installationsverzeichnis auf dem Netzlaufwerk) mit folgendem Inhalt:
setup.exe installsettings.xml

Damit wird das iTalc-Setup automatisch mit den Einstellungen des letzten Client-Setups ausgeführt.


- Batch-Dateien "italcuninst.bat" und "italcinstall.bat" nun auf allen Clients ausführen - fertig!

Freitag, 4. Januar 2008

Arktur 4 und Corel PhotoPaint X3

Problem:

Ich hatte auf einem Serververzeichnis einige Fotos (Dateigröße zwischen 300Kb und 5MB) gespeichert und ließ meine 12 Schüler die Fotos auf dem Server öffnen und mit Corel PhotoPaint X3 bearbeiten (mit Kontrastregler spielen usw.). Die Schüler haben in diesem Verzeichnis nur Lese-Rechte.

Nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass unser Arktur 4 RC5 komplett abgestürzt war - kein Lesen von irgendwelchen Netzlaufwerken mehr möglich, kein Putty, sogar der Bildschirm am Server selbst blieb schwarz, ein Strg-Alt-Entf am Server bewirkte nichts - nur ein Reset verhalf dem Server wieder zum Leben.

Das ganze passierte 2 Mal, beide Male während der Arbeit mitt Corel PhotoPaint auf einem Serververzeichnis. Seitdem ich anders vorgehe (s.u.), ist der Server kein einziges Mal mehr abgestürzt.

Workaround:
Ich lasse die Schüler den Ordner mit den Bildern jetzt immer zuerst auf den Desktop laden (kein Netzlaufwerk, sondern ja lokal auf dem Client bis zum Logout des Schülers "zwischengelagert") und erst dann das Foto in PhotoPaint öffnen - dann funktioniert alles ohne Probleme.
Die Schüler sollten nur am Ende der Stunde die Fotos wieder vom Desktop löschen, damit sie nicht bei jedem Login/Logout auf den/vom Client kopiert werden müssen.

Sonntag, 13. Mai 2007

Ubuntu mit SquidGuard als Proxy-Server

Vorgeschichte:

Da unsere Versuche mit einem zweiten Arktur-Schulserver als Proxy auf die Dauer nicht erfolgreich waren (Arktur besteht darauf, die Internetverbindung über eine zweite Netzwerkkarte herzustellen, und das hat offenbar unser gesamtes Netz nach einigen Tagen an den Rande eines Zusammenbruchs gebracht - warum ist mir nicht so ganz klar, aber nach Stilllegen des Arktur-Proxys und Einschalten eines Jana-Proxys unter WinXP lief alles wieder), musste eine andere Lösung her.

Aufgabe:
Mit Ubuntu haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht, also warum nicht statt Arktur Ubuntu 6.06 LTS installieren, mit aptitude den SquidGuard nachinstallieren (Squid selbst kommt automatisch mit...) und mit diesem unsere Schüler vor Nazi-, Porno- oder sonstigen pädagogisch und auch sonst nicht wertvollen Seiten bewahren?

Vorgehen:
Ubuntu in der Server-Ausgabe (mit Long-Time-Support für Updates) ist schnell und auch für Linux-Laien schnell installiert, etwas mehr Mühe kostet es, mit vi die erweiterten Archive einzutragen, damit man dann - wiederum ganz einfach - mit aptitude den Midnight Commander und SquidGuard nachinstallieren kann. (ausführlichere Beschreibung dieser Schritte folgt später...)

Dann gilt es noch, eine gut gepflegte Blacklist zu laden, damit SquidGuard auch weiß, welche Seiten er sperren soll. (Beschreibung folgt)

Und nun das Interessanteste: Wie muss ich die squid.conf und die squidguard.conf anpassen, damit die Anfragen der Clients jetzt auch wirklich gefiltert werden.

squid.conf:
Hier ist nur wenig zu tun: man muss im Prinzip nur alle Anfragen an Squidguard weiterleiten.

squidguard.conf:
Im Prinzip ist hier auch nicht viel zu erledigen, man muss nur das Prinzip verstehen, was uns einiges an Zeit gekostet hat! Dabei ist es doch so einfach:

...to be continued

Montag, 7. Mai 2007

Netzwerk-route mit Ubuntu

(oder: was das ubuntuusers-Wiki verschweigt)

Problem:

Der Rechner soll in verschiedene Netze (z.B. unterschiedliche VLans nach dem Schema 192.168.0.0, 192.168.1.0, 192.168.2.0 usw.) Kontakt haben. in anderen Linux-Ditributionen ist dafür die Datei /etc/route.conf zuständig - die gibt es unter Ubuntu aber nicht! Wie geht es dann?

Betriebssystem:
Ubuntu-Server 6.06 LTS

Lösung:
Ubuntu speichert die grundlegenden Informationen zum Netzwerk in der Datei /etc/network/interfaces, deshalb gibt es auch keine route.conf mehr.
Diese Datei hat zu jeder im Rechner eingebauten Netzwerkkarte eine eigene "Abteilung". Hier fügt man nun einfach hinter den bestehenden Informationen als neue Zeile die benötigten routing-Informationen nach folgendem Muster hinzu:

route add 192.168.1.0 gw 192.168.0.254

Vorne steht das zweite Netz, dass der Rechner (eigene IP: 192.168.0.1) erreichen soll.
"gw" steht für die Adresse des Gateways (z.B. der Switch), sofern dieses benötigt wird.

Gibt es noch weitere Netze, die erreicht werden sollen, so fügt man einfach beliebig viele weitere Zeilen für jedes Netz hinzu.