Samstag, 29. April 2006

Epson-Toner im Dell-Drucker

Man kanns ja mal probieren:

Kann man in einen Dell 3000cn die Tonerkartuschen eines Epson 1100 einsetzen?


Zunächst:
Ja, man kann - aber leider nur mechanisch! Drucken kann man damit nicht!

Genauer:
Das Druckwerk der beiden Drucker ist exakt das selbe, die Tonerkartuschen der Drucker sind mechanisch (bis auf eine kleine Kerbe oben rechts, die aber mit ein wenig Geschick nicht weiter stört) identisch. Da wir im Sekretariat einen Epson, im Lehrerzimmer aber einen Dell stehen haben, wollten wir die Bestellung vereinheitlichen und die Kartuschen des Epsons auch für den Dell verwenden.
Zunächst kämpften wir mal wieder mit der sagenhaft fummligen Mechanik des Dell beim Einsetzen der neuen Schwarz-Kartusche. Das Ding wollte wieder einmal nicht einrasten, das passiert allerdings auch bei den Original-Dell-Kartuschen. Schließlich ließ sich der Hebel der Kartusche endlich bewegen und schien einzurasten.

Beim Einschalten des Druckers erwies sich dies aber als falsch, die Kartusche verklemmte beim Diagnosedurchlauf in der Trommel, es kostete uns einige Zeit herauszubekommen, wie die Trommel sich manuell drehen lässt (links ist eine Vertiefung in der äußeren Wand des Druckers, dort lässt sich mit einem Kuli ein Hebel eindrücken, der die Arettierung der Tromel löst), sodass wir die Kartusche wieder entfernen und diesmal korrekt einsetzen konnten.

Der Dell führte korrekt seine Diagnose durch, meldete dann aber: Falscher Typ!
Super: das heißt also, die Epson-Kartuschen funktionieren im Dell nicht, wir müssen immer doppelt für beide Drucker bestellen. Auch eine Verstellung des Menü-Eintrags "Kein Dell-Toner" hilft hier nicht weiter!

Nicht gerade Werbung für Dell, diese Sache. Der Drucker druckt zwar in Farbe sehr langsam, legt auch häufig Zwangspausen zum Kalibrieren ein (habe noch keine Möglichkeit gefunden, den Intervall zu verlängern), die Qualität des Drucks ist aber wirklich ansprechend. Nur ist der Wechsel der Medien (kurz mal eine Klarsichtfolien bedrucken) unzumutbar, trotz ausführlicher bebilderter Anleitung scheitern die Kollegen an diesem Vorgang häufig. Ist ja auch idiotisch, die Medien sowohl am Drucker wie auch im Druckertreiber auswählen zu müssen - eines von beidem vergessen die Kollegen grundsätzlich! Und wenn sie fertig sind, stellen sie am Drucker wieder nicht auf Normalpapier zurück...

Nächstes Mal ein anderer Drucker - zumindest fürs Lehrerzimmer.

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Mittwoch, 12. April 2006

Aldi-Schnäppchen

Nein, auch hier geht es nicht um Computer oder Chorgesang, es geht um die heutige Aldi-Anzeige in der Zeitung:

Zu kaufen gibt es nämlich Angelausrüstung:
  • Angeln
  • Köder
  • Angelschnur
  • Bleigewichte
  • usw.
Und für den Fall, dass das mit dem Angeln nicht so hinhaut:
  • Fischstäbchen
  • Schlemmerfilet
  • usw.
Aldi hat das ganz offensichtlich drauf, unterschiedliche Artikel des Sortiments sinnvoll miteinander zu verknüpfen...

Jetzt stellt sich nur die Frage: Bei der nächsten Anzeige mit Reitutensilien (Reiterstiefel, Reiterhose, Reitergerte usw.), was gibt es da für Angebote, wenn das mit dem Reiten nicht so ganz hinhaut? Ungarische Salami...?

Sonntag, 9. April 2006

Uhrzeit stellen unter WinXP für eingeschränkte Benutzer

Problem:
Rechneruhren laufen bekanntermaßen nicht besonders genau, zudem geben die Batterien der Rechner nach einigen Jahren ganz den Geist auf, und wenn dann die Entwickler der Motherboards noch so geistvoll waren, die Batterien auf der Platine festzulöten, dann kursieren im Netz plötzlich Dateien mit Erstellungsdatum vom 1.1.1980. Bei Klassenarbeiten o.ä. etwas blöd, weil das Sortieren nach Uhrzeit/Datum nicht korrekt funktioniert.
Unsere Benutzeraccounts holen sich beim Anmelden vom Server dessen aktuelle Systemzeit und stellen danach die Client-Zeit neu. Das funktioniert unter WinXP-Pro aber nur, wenn der Benutzer Administrator- oder Hauptbenutzerrechte auf dem Client besitzt, die Benutzeraccounts unserer Schüler und Lehrer besitzen aber natürlich nur Benutzerrechte, sie können die Systemzeit also nicht verändern (ein Doppelklick auf die Uhr in der Taskleiste führt zu einer Fehlermeldung).

Lösung:
Ich beschreibe hier die Lösung speziell für eine Schulserverumgebung unter dem Schulserver Arktur, die Lösung ist aber problemlos auch auf andere Client-Server- oder auch Stand-alone-Umgebungen mit WinXP-Pro übertragbar (WinXP-Home besitzt den Gruppenrichtlinieneditor gpedit.msc nicht!).

Arktur legt "Lehrer" und "Schueler" als Benutzergruppen an, man kann bei den Benutzerrechten also auch nach diesen Gruppen differenzieren (also vorgegeben vom Domänenserver). Genauso kann man natürlich auch alle "Benutzer" (also eine lokale Differenzierung unter WinXP) eintragen, das Vorgehen ist nur unterschiedlich.

Vorarbeiten:
  • Starte den Gruppenrichtlinieneditor (Start - Ausführen - gpedit.msc).
  • Klicke dich in den Zweig: Computerkonfiguration - Windows-Einstellungen - Sicherheitseinstellungen - Lokale Richtlinien - Zuweisen von Benutzerrechten.
  • suche den Eintrag "Ändern der Systemzeit", doppelklicke darauf.
Weiteres Vorgehen
  1. nach Domänenvorgaben:
  • Klicke auf "Benutzer oder Gruppe hinzufügen..."
  • Klicke auf "Objekttypen..." und aktiviere in diesem Fenster das Häckchen bei "Gruppen". Schließe dieses Fenster.
  • Schau nach, ob unter "Suchpfad:" der Name der Domäne (unter Arktur standardmäßig "Schule") steht.
  • Gebe den Objektnamen ein (also den Namen der am Server angelegten Benutzergruppe, unter Arktur z.B. "Lehrer" (ohne Anführungszeichen) ).
  • Klicke auf OK
  • Gebe als Benutzernamen den Admin des Servers ein (unter Arktur am besten "adm") sowie sein Kennwort.
Jetzt sollte im Hauptfenster die Gruppe "schule\Lehrer" auftauchen.

2. nach lokalen Vorgaben von WinXP:
  • Klicke auf "Benutzer oder Gruppe hinzufügen..."
  • Klicke auf "Objekttypen..." und aktiviere in diesem Fenster das Häckchen bei "Gruppen". Schließe dieses Fenster.
  • Klicke auf "Pfade..." und wähle im neuen Fenster den lokalen Rechnernamen aus. Schließe das Fenster.
  • Gebe den Objektnamen "Benutzer" (ohne Anführungszeichen) ein.
  • Klicke auf OK
Jetzt sollte im Hauptfenster die Gruppe "Benutzer" auftauchen.

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Spam-Blog?

Hmm, komisch, Blogger.com behauptet, dies sei ein Spam-Blog! Wie kommen die denn darauf? Funktioniert deshalb vielleicht auch das dynamische Lesezeichen nicht mehr? Oder hängt das mit dem Benutzerzähler ganz unten auf der Seite zusammen? Den würde ich ja notfalls auch wieder entfernen, zeigt im Moment ja eh nur an, dass ich der einzige Nutzer dieser Seite bin :-(

Naja, im Notfall kann ich auch mit der Wortbestätigung leben, ausnahmsweise ist die sogar lesbar!

Freitag, 7. April 2006

DSL-Desaster Teil II

Die Telekom


Nachdem der Versuch, bei Arcor einen DSL-Anschluss zu bekommen, fehlgeschlagen war, ging ich also wieder auf die Suche. Ein Anruf bei der Telekom ließ wieder hoffen: Jaja, Arcor habe nur DSL 1000 im Angebot, nichts darunter, und 1000er-DSL würde bei unseren Leitungen halt nicht funktionieren. Deswegen hätte die Telekom ja eben das 384-DSL im Angebot, das auch auf schlechten Leitungen wie der unsrigen laufe! OK, dann also wieder Telekom.
Ich gehe, da ich mit dem Reutlinger wie dem Tübinger T-Punkt bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht habe, zum T-Punkt-business im Gewerbegebiet, in der Hoffnung, dort kompetente Mitarbeiter zu finden. Im Juli läuft auch gerade ein Angebot mit vergünstigter DSL-Flat von T-Online, kommt mir nur recht, die übernehmen nämlich die Freischaltgebühr für DSL.
Problem: Die Daten für die Übernahme des ISDN-Anschlusses können sofort aufgenommen werden, der DSL-Auftrag kann aber erst gemacht werden, wenn die Telefonleitung wieder im Besitz der T-Com ist. Der Termin dafür ist aber noch unbekannt. Die Dame im T-business verspricht uns einen Rückruf, sobald Arcor bekannt zu geben geruht, wannn der Anschluss an die T-Com übergeht.
Ende Juli werde ich nervös: Arcor hat den 12.8.05 als Umschalttermin genannt, das verbilligte T-Online-Flat-Angebot gilt aber nur für den Juli. Ein sehr kompetent wirkender Mitarbeiter im T-Business-Laden verspricht, auch zu diesem Zeitpunkt noch die billigere Variante anbieten zu können. Einen Auftrag kann aber auch er noch nicht aufnehmen, da die T-Com noch keine Nachricht von Arcor über den Umschalttermin bekommen hat.
Am 5.8. wollen wir in Urlaub fahren, am 4.8. besuchen wir noch einmal den T-business, eine weniger kompetent wirkende Mitarbeiterin fragt mehrfach bei der Zentrale nach, wie man das verbilligte Angebot vom Juli mit dem jetzt endlich möglichen Auftrag für DSL verbinden könne, da sie von der Zentrale noch keine kompetente Antwort erhalten kann, will sie das Problem erledigen, während wir in Urlaub sind, nach unserem Urlaub sollten wir DSL haben.
Nach unserem Urlaub telefonieren wir zwar wieder über die T-Com, von DSL aber keine Spur, auch nichts schriftliches. Ein Besuch beim T-business am 22.8. bestätigt unsere Befürchtungen, von einem DSL-Auftrag sei im System nichts zu finden, die Mitarbeiterin von Anfang August ist nicht da. Und: nein, die verbilligte Flatrate von Juli sei jetzt definitiv nicht mehr zu haben. Prima - Danke. Aber was hilfts, wir wollen DSL haben, der Mitarbeiter nimmt den Auftrag entgegen, ich bestehe auf einer schriftlichen Bestellbestätigung, die er mir unwillig aushändigt (dabei braucht er nur wenige Mausklicks, um das fertige Formular auszudrucken).
Am 25.8. bekomme ich die Hardware sowie ein Schreiben, dass mir DSL im Laufe des 29.8.05 verspricht.
Am 29.8. regt sich nichts, das DSL-Lämpchen des Modems bleibt aus.
Ein Anruf bei der Telekom: Ja komisch, sowas habe sie ja noch nie gesehen: Man habe mir gleichzeitig mit der Freischaltung gekündigt. Deshalb sei der letzte Schritt der Freischaltung nicht erfolgt. Offenbar habe ich die letzte Rechnung über 3 Eurocent (!) nicht bezahlt. Auf meine Frage hin, was das für eine Rechnung sein solle, ich habe doch einen ganz neuen Auftrag gegeben, da könne es doch noch gar keine Rechnung geben, meinte die Mitarbeiterin, dass ich mal einen T-Online by call-Anschluss besessen habe, dieser sei nun umgewandelt worden in T-Online flat, und da eine alte Rechnung nicht bezahlt worden sei, habe man den Anschluss gekündigt.

Damit war die Sache etwas klarer: Von der Umwandlung des alten Vertrages hatte mir niemand etwas gesagt, tatsächlich hatte ich den T-Online by call für mein Online-Banking (Classic-Gate) verwendet, beim Wechsel zu Arcor ging T-Online das Barechnungskonto bei der T-Com verlustig, die erste Mahnung trudelte jedoch erst ein, als ich gerade wieder bei der T-Com Kunde war, ich nahm an, dass T-Online damit wieder ein Abrechnungskonto habe, da auch nie eine 2. Mahnung bei mir ankam.

Das erklärte ich der Mitarbeiterin, die mir glaubte und meinte, man werde den Auftrag erneut ins System einstellen, es würde aber 3-4 Tage dauern, bis der Anschluss dann geschaltet würde.

Hotline
Nun begann für mich eine Zeit, in der ich den Umgang mit der T-Online-Hotline erlernte. Ich lernte, dass nur in der Fachabteilung halbwegs kompetent erscheinende Menschen am Apparat sitzen, die übrigen dienen nur als (kostenpflichtige) Warteschleife, man erzählt ihnen das Problem, sie hacken eine Weile auf ihrer Tastatur herum und fluchen bisweilen ("Oh Scheiße!") um dann zu sagen: "Tut mir leid, da muss ich Sie mit der Fachabteilung weiterverbinden, die können Ihnen helfen!" Dem war aber leider nicht so.
Am 16.9. erhielt ich einen zweiten DSL-Splitter und eine neue T-Online-Nummer, aber kein Datum für eine Freischaltung.
Am 19.9. telefonierte ich mit insgesamt 7 T-Online- und T-Com-Mitarbeitern (immer kostenpflichtig!):
  1. "Ich kann Ihnen nicht helfen und die Fachabteilung ist gerade nicht besetzt. Bitte rufen Sie doch später noch einmal an."
  2. "Ich kann Ihnen nicht helfen, unser Computersystem ist gerade down."
  3. "Ich kann Ihnen nicht helfen, ich verbinde Sie mit der Fachabteilung."
  4. "Ich kann Ihnen nicht helfen, für DSL-Light ist nicht T-Online, sondern die T-Com direkt zuständig!"
  5. "Nein, wie kommen die bei T-Online denn darauf? Die T-Com ist dafür nicht zuständig, das muss T-Online selbst erledigen! Ich kann Ihnen nicht helfen."
  6. "Ich kann Ihnen nicht helfen, ich verbinde Sie mit der Fachabteilung.
  7. "In 48 Stunden sollte DSL bei Ihnen geschaltet werden, ich rufe sie dann zurück!"
Aha, warum nicht gleich so?
Am 27.9. waren die 48 Stunden längst abgelaufen, ich hatte aber weder DSL noch einen Anruf auf meinem AB. Ein Gespräch mit der Fachabteilung war fällig, der Kollege versprach, sich mit der Kollegin einen Stock höher in Verbindung zu setzen und zurückzurufen.
Am 29.9. rief ich mal wieder an, weil kein Rückruf erfolgt war, der Kollege ließ sich zum Wort "Scheiße" hinreißen, er werde den Auftrag in das System eintragen (Nanu, warum erst jetzt???), es dauere nur noch 3-5 Tage, dann habe ich DSL. Und logisch, einen Rückruf bekäme ich dann auch.
Vom selben Tag datierte auch
ein Entschuldigungsschreiben von T-Online mit dem Versprechen, mich von der Grundgebühr für 3 Monate zu befreien - ich war zufrieden!
Am 6.10. hatte ich kein DSL und keinen Rückruf, die Hotline fand einen Auftrag vom 29.9., ab diesem Tag dauere es eben 14 Tage, bis die Freischaltung erfolgen könne.
Am 13.10. waren auch diese 14 Tage abgelaufen, bei der Hotline waren aber mal wieder die Computer down, und zwar den ganzen Tag!
Am 14.10. bekam ich einen Fachabteilungsmitarbeiter an den Apparat, er brauchte mehrere (kostenpflichtige) Minuten, um sich in den Schreibverkehr einzuarbeiten, und meinte dann tatsächlich: "So ein Vorgang kann schon so 4-6 Wochen dauern. So lange müssen Sie eben warten!". Aha. Auf wieviele Monate vertröstet mich der nächste Mitarbeiter?
Am 17.10. bekam ich einen Brief von T-Online, man bedauere, dass ich mit dem Kundenservice nicht zufrieden sei und werde mich "zukünftig durch unsere Servicequalität [...] überzeugen".
Anfang November führte ich wieder einige Gespäche mit T-Online, ich wurde mal wieder an die T-Com verwiesen. Spaßeshalber versuchte ich es auch dort - die dortige Hotline ist kostenlos! - und siehe da: eine sehr freundliche Mitarbeiterin versprach mir, man werde sich darum kümmern und zurückrufen. Noch größer mein Erstaunen, als der Rückruf tatsächlich kam: "Ich kümmere mich persönlich darum, das wird jetzt endlich erledigt.". Am nächsten Tag dann eine Nachricht auf meinem AB von der T-Com: "Ich hätte Ihnen gerne geholfen, aber ich darf nicht! Ich habe mit T-Online gesprochen, T-Com ist dafür nicht zuständig, T-Online will das selbst machen. Tut mir leid." Schade.
Ein Schreiben vom 12.11.05 heißt mich "Herzlich willkommen in der DSL Welt von T-Online" (zum dritten Mal), man bedankt sich für meinen Auftrag vom November (aha!?) und will DSL am 17.11.05 freischalten.
Gleichzeitig erhalte ich Starterset+DSL-Splitter Nr. 3.
Am 14. 11. erhalte ich ein weiteres Entschuldigungsschreiben mit dem Versprechen, den Service zu verbessern.

Technische Probleme
Am 17.11. blinkt das DSL-Lämpchen, es gibt aber keinen Connect. Mehrere Telefonate mit T-Online und T-Com, endlich bekomme ich einen Termin für einen Techniker.
Wenige Tage später steht der Techniker bei mir in der Wohnung und telefoniert mit der Zentrale, die Leitung zu uns ist viele Kilometer lang, die Dämpfung hoch (das weiß ich doch schon seit langem!), auch sein Modem bekommt keinen Connect, er müsse an den Hausverteiler und macht einen Termin mit dem Hausmeister aus.
Am nächsten Tag habe ich einen Anruf des Technikers auf dem AB, er habe jetzt den Hausanschluss gecheckt, dort komme in jämmerlich schlechtes Signal an, das dann offenbar auf der Reststrecke in unsere Wohnung vollends verloren ginge, da sei nichts zu machen: kein DSL möglich. Ich solle den Vertrag bei T-Online kündigen.
Ich kündige und schicke das Modem + Splitter zurück an T-Online (und bewahre den Retouren-Einlieferungsschein gut auf!).

Rechnungschaos
Die Dezember-Rechnung der Telekom flattert mir ins Haus, Sie ist ungewöhnlich hoch: Man berechnet mir den DSL-Anschluss, die DSL-Flat und eine "Rechnungsberichtigung" i.H.v. 8,59 Euro.
Ich erhebe am 16.12.2005 telefonisch Einspruch, man verspricht mir, sich darum zu kümmern, ich würde Antwort erhalten.
Ich erhalte keine Antwort und rufe am 3.1.2006 erneut an. Es heißt, die Stornierung des Auftrags sei nicht erfolgt, weil die Hardware von mir nicht zurückgeschickt worden sei. Also faxe ich den Retourenschein an T-Online.
Am 5.1.2006 erhalte ich ein Schreiben, in dem man sich für das Versehen entschuldigt und die Stornierung bestätigt. Außerdem bedaure man meinen Entschluss sehr. Ich auch.
Am 18.1.06 kommt die Januar-Rechnung, ich erhalte eine Erstattung, die jedoch geringer ist, als die zuvor berechneten Kosten. Außerdem werden mir neu die DSL-Anschlussgebühr vom 9.1.-8.2. sowie die DSL-Flatrate vom 4.1.-8.2. berechnet sowie die DSL-Anschlussgebühr vom 4.1. bis 8.1. zurückerstattet.
Ich erhebe Einspruch. Es braucht einige Telefonate und Gesprächspartner, bis ich bei einer kompetent erscheinenden Kollegin lande, diese verspricht, alles manuell zu beheben und gutzuschreiben. Es könne sein, dass sich die Gutschriften auf mehrere Monate verteilten.
Am 20.1. kommt ein Brief von T-Online. Man würde gerne wissen, warum ich T-Online nicht mehr nutzen will und werde sich deswegen mit mir telefonisch in Verbindung setzen. Der Anruf erfolgt leider nie.
Am 18.2. kommt die Februar-Rechnung, ich erhalte die Erstattung Grundgebühr 4.1.-8.2., die Erstattung Flatrate vom 4.1.-8.2. und keine neuen Kosten! Allerdings sind das immer noch über 26 Euro weniger als ich bisher gezahlt habe!
Ich faxe also mal wieder eine Aufstellung aller Kosten und aller Erstattungen an T-Online mit der Aufforderung, mir im März 26,11 Euro gutzuschreiben.
Mit Schreiben vom 18.2.06 teilt mir T-Online mit, dass man das beauftragte T-Online DSL Komplettpaket wunschgemäß storniert habe, was man sehr bedauere. Zu viel bezahlte Gebühren werde man mit der nächsten Rechnung zurückerstatten.
Am 22.2.06 teilt man mir schriftlich mit: "schade, dass Sie es sich anders überlegt haben und die Leistungen des DSL-Starterpakets doch nicht nutzen möchten. Wir bestätigen Ihnen hiermit die Stornierung Ihres Auftrags." Zuviel berechnete Beträge werde man gutschreiben.
Am 16.3.06 kommt die März-Rechnung, es gibt keinerlei Gutschrift.

Ich werde die April-Rechnung abwarten, wenn auch hier keine Gutschrift erfolgt, wird sich die Telekom-Story wohl noch weiter hinziehen.

Fazit
Wir surfen nach stundenlangen Telefonaten, vielen Faxen, Briefen und Paketen also weiterhin nur mit ISDN (leider über die Telekom, einen weiteren Providerwechsel mach ich nicht mit). Internet per Kabel BW kommt aufgrund unverschämter Vertragsbedingungen für uns nicht in Frage, wir wollen kein drittes Desaster!

Die deutsche Telekommunikationsbranche stellt sich in Bezug auf die beiden größten nationalen Player in diesem Markt als weitgehend inkompetent dar.

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Donnerstag, 6. April 2006

DSL-Desaster

Das hier gehört zwar nicht unbedingt zum Themenbereich Computeradministration und Chorgesang, da ich gerade mit laufender Nase und leichten Kopfschmerzen da sitze und eh nichts anderes tun kann, will ich aber mal unsere Leidensgeschichte bei dem Versuch, einen funktionsfähigen DSL-Anschluss zu bekommen, niederschreiben.

Ausgangssituation
Anfang 2005 hatten wir bei der Telekom einen XXL-ISDN-Anschluss. Da Linda als Studentin über die Uni Tübingen eine lokale Festnetznummer für den Internetzugang hatte, und diese Nummer nicht auf der schwarzen Liste der Telekom stand (obwohl der Zugang von der Telekom betrieben wurde!), konnten wir Samstags und Sonntags über diesen Zugang kostenlos im Internet surfen, sogar mit 2 Kanälen.
Im Mai flatterte plötzlich eine Telekom-Rechnung ins Haus, in der uns erstmals für diese Verbindungen am Wochenende Kosten in Rechnung gestellt wurden - ohne Vorwarnung hatte die Telekom die Uni-Nummer auf ihre schwarze Liste gestellt.
Damit war dieser Zugangsweg für uns uninteressant, andere Anbieter waren auch per ISDN günstiger als der Uni-Zugang.
Also wollten wir einen DSL-Anschluss beantragen. Als wir in Kirchentellinsfurt (im Tal) einzogen, war unser Gebiet laut Telekom noch nicht DSL-versorgt, jetzt sollte wenigstens "DSL-light" bei uns funktionieren: voller Preis, aber nur ein Drittel der Leistung (384 kbit/s). Da mich dieses Angebot nicht wirklich zufriedenstellte, hielt ich nach Alternativen Ausschau.

Arcor
Ein Anruf bei der Arcor-Hotline verhieß Vielversprechendes: Dass die Telekom nur 384 kbit in K'furt anbiete, sei gut möglich, Arcor biete aber 1 Mbit zu günstigeren Preisen, man verwende bei uns andere Leitungen als die Telekom.
Prima, also gleich bei der Telekom den XXL-Vertrag kündigen, bei Arcor den Vertrag aufsetzen (das erforderte mehrere Versuche, online scheiterten die Versuche an der Eingabe unserer Hausnummer), die Rufnummernportierung wurde beantragt, da der ISDN-Anschluss gleich mitwechseln sollte.
Am 9. Juni trudelte das Paket mit dem WLAN-DSL-Router und den Zugangsdaten ein, der Anschalttermin von Arcor wurde erfreulicherweise mehrmals nach vorne verlegt.
Am 20. Juni war es soweit. ISDN funktionierte, nur der DSL-Router blinkte vor sich hin, es gab keine Verbindung.
Also war ein Anruf bei der Hotline fällig. Nach einigen Minuten in der damals noch kostenfreien Hotline bekam ich eine Mitarbeiterin der Technischen Hotline an den Apparat, die mich das Modem resetten ließ und währenddessen die Leitung duchmaß. Ihre Diagnose: Das tut mir aber leid, die Leitungsdämpfung bei Ihnen ist zu hoch, wir können Ihnen leider kein DSL anbieten. Nein, das hätte Arcor mir nicht vorher mitteilen können, die Leitungsdaten würden sie erst nach der Umschaltung von der Telekom erhalten.
Aha, also doch die Telekom-Leitung, keine Arcor-eigenen! Irgendwer bei Arcor hatte da also falsche Informationen an mich gegeben!
Also gut, am Tag der Anschaltung von Arcor verfasste ich gleich wieder mein Kündigungsschreiben, ich berief mich auf mein Sonderkündigungsrecht, da Arcor nicht in der Lage war, die vertraglich vereinbarten Leistungen, nämlich ISDN und DSL, bereitzustellen. Per Einschreiben mit Rückschein ging die Kündgung am 21.6. an Arcor. Vorsichtshalber wiederrief ich in demselben Schreiben meine Einzugsermächtigung.
Zunächst gab es keine Reaktion. Mehrere Anrufe bei Arcor später (verschiedene Abteilungen, verschiedene Gesprächspartner, immer ca. 15 Minuten Wartezeit) erhielt ich, datierend vom 5.7., ein Schreiben, in dem der Eingang einer Kündigung am 4.7. bestätigt wurde (mein Rückschein wurde von einem Arcor-Mitarbeiter am 24.6. unterschrieben), man werde die ISDN-Leitung zum 5.6.2006 abschalten.
Das war kaum akzeptabel. Das sahen auch die Arcor-Mitarbeiter einige Gespräche später so, mir wurde schließlich telefonisch der 12.8.05 als Umschalttermin zurück zur Telekom genannt. Dieser Termin war spät ("technische Gründe" ), wurde dann auch tatsächlich eingehalten.
Damit war das Abenteuer Arcor leider noch nicht zu Ende.
Am 18.7.05 erhielt ich die erste Rechnung von Arcor. Die ISDN-Kostenstellen waren in Ordnung. Allerdings wurden mir eine Arcor-DSL-Flat und Arcor-DSL-Bandbreite 1000 in Rechnung gestellt. Der Betrag würde binnen fünf Tagen von meinem Konto abgebucht. Ich intervenierte bei Arcor per Fax und verlangte eine Korrektur der Rechnung noch vor der Belastung meines Kontos, die sowieso zu unterbleiben habe, da ich die Einzugsermächtigung bereits vor knapp einem Monat gekündigt habe. Andernfalls würde ich die Abbuchung rückbuchen lassen und den von mir korrigierten Rechnungsbetrag an Arcor überweisen.
Die Reaktion von Arcor mit Datierung vom 22.7.: Man würde mir 16 Euro auf mein Rechnungskonto gutschreiben (immerhin mehr als nötig). Inzwischen war der falsche Rechnungsbetrag bereits von meinem Konto abgebucht worden, ich sollte Arcor also einen einmonatigen Kredit gewähren.
Da ich das nicht einsah, ließ ich das Geld auf mein Konto rückbuchen und überwies umgehend an Arcor den korrekten Rechnungsbetrag. Die Reaktion von Arcor am 2.8.: Man bot mir an, die Kündigung zu wiederrufen, was ich ablehnte.
Am 15.8. erkundigte sich Arcor, warum ich denn das Geld rückgebucht habe, ich beantwortete geduldig auch dieses Schreiben (ich hatte alle meine Aktionen Arcor per Fax mitgeteilt, die Hotline-Mitarbeiter hatten mir jeweils den Eingang der Faxe auch bestätigt!). Der Rechnungsbetrag wurde komplett als "fälliger Posten" aufgeführt, obwohl ich doch den berechtigten Anteil davon bereits überwiesen hatte.
Am 17.8. (ich war bereits wieder Kunde der Telekom) kam die zweite Rechnung, wieder wurden mir DSL-Flat und DSL-Anchluss berechnet, das Geld, das ich für die erste Rechnung überwiesen hatte, wurde mir hier als "Guthaben aus dem Vormonat" angerechnet. Außerdem erhielt ich die angekündigte Erstattung. Immerhin sollte der Betrag überwiesen werden, er wurde nicht mehr eingezogen.
Ich korrigierte wiederum die Rechnung, strich sowohl die DSL-Posten wie auch das Guthaben und die fehlerhafte Erstattung und überwies den neuen Betrag an Arcor.
Am 24.8. bestätigte man mir mal wieder eine Gutschrift, die Höhe des Betrags blieb mir rätselhaft, ich ignorierte das Schreiben.
Am 31.8. erhielt ich eine 2. Mahnung mit der Drohung, die Dienstleistungen einzustellen. Das erschütterte mich mäßig, ich erhielt ja keine Dienstleistungen von Arcor. Immerhin hatte man jetzt meine Überweisung mit dem Rechnungsbetrag verrechnet und wollte jetzt nur noch das Geld für DSL. Ich wiedersprach der Mahnung wie üblich schriftlich.
Am 6.9. teilte man mir mit, dass die Rechnung vom 17.8.
"nach eingehender Prüfung" korrekt gewesen sei, DSL sei Bestandteil meines Vertrages, also müsse ich auch dafür zahlen. Dass der Vertrag seitens Arcor nicht eingehalten worden war, wurde ignoriert. Die Kündigung des DSL-Vertrages sei zum 25.8. für mich vermerkt. (zur Erinnerung: seit dem 17.8. war ich wieder Telekom-Kunde)
Am 17.9. kam die 3. Rechnung von Arcor. Man berechnete mir eine DSL-Flat vom 12.8.-25.8., einen DSL-Anschluss vom 12.8.-12.8. und einen ISDN-Anschluss vom 12.8.-12.8., außerdem erstattete man mir einen Betrag, der mit keiner der Ankündigungen übereinstimmte. Insgesamt wies die Rechnung ein Guthaben von knapp 24 Euro aus, das mir "auf Ihre nächste Rechnung übertragen" werden sollte. Ich wollte aber keine Rechnungen mehr von Arcor haben!
Ich korrigierte sämtliche Beträge und überwies die ISDN-Grundgebühr für einen Tag an Arcor.
Am 28.9. schrieb mir Arcor, dass eine "DSL-Nutzung aufgrund Dämpfung unmöglich" sei und man mir deshalb 34,58 Euro auf mein Konto überweise. Ich antwortete Arcor, dass ich das nett fände, ich aber alle Rechnungen korrekt überwiesen habe und Arcor bei mir keine Außenstände habe, ich im übrigen aber auch keinen weiteren Kontakt zu dieser Firma mehr wünsche.
Eine Antwort erhielt ich nicht mehr, das Geld wurde mir aber dennoch überwiesen und nie zurückverlangt. Einige Zeit später wurde ich aber noch einmal angerufen, ich habe ja meinen Vertrag gekündigt, was man mir denn gutes tun könne, um mich als Kunden zu behalten. Meine Wünsche, einen funktionierenden DSL-Anschluss oder eine vergleichbar günstige ISDN-Flatrate, musste die Mitarbeiterin aber bedauernd ablehnen.
Was mir von diesem Abenteuer bleibt: Die Gutschrift von Arcor, dafür aber auch die Kosten für die Rufnummernportierung von der Telekom zu Arcor sowie die Neuanmeldung bei der Telekom. Unterm Strich also ein deutliches Minusgeschäft für mich, ganz abgesehen davon, dass die Arcor-Hotline irgendwann kostenpflichtig wurde, die Wartezeiten aber eher zunahmen (bis zu 45 Minuten).

Das war aber (leider) beileibe noch nicht alles! Denn ich beging den riesigen Fehler, das gleiche auch noch bei der Telekom zu probieren! Aber das erzähle ich im zweiten Teil (der noch umfangreicher werden dürfte...).


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Mittwoch, 5. April 2006

Matthäus-Passion


Der Pauluschor hatte am letzten Donnerstag und Freitag wieder einmal zwei hervorragende Konzerte! Aufgeführt wurde diesmal die Matthäus-Passion von Bach, der erste Chor wurde von den Musikhochschülern übernommen, die bei der Aufführung am Donnerstag in der Gaisburger Kirche auch das Dirigentenpult übernahmen, Dieter Kurz musste sich (mitunter mühsam) zurückhalten, zeigte dann aber am Freitag sein Können und seine Interpretation des Werkes.

In beiden Aufführungen gelangen den Dirigenten, Chören, Solisten und dem hervorragenden Orchester bewegende Augenblicke, und auch wenn alles schwieg, wie etwa nach den Worten "und verschied.", war in der Kirche eine besondere Spannung und Bewegung zu spüren.

Ganz besonders hervorragend gestaltete Johannes Kaleschke seine Rolle des Evangelisten. Er hat schon häufiger in vielen Jahren den Pauluschor als Solist in Konzerten begleitet und sich seit seinen ersten Auftritten zu einem Tenor mit einer wunderschönen, sicheren und sehr beweglichen Stimme gesteigert. Zu Recht brandete der Beifall bei seiner Verbeugung vor dem Publikum besonders laut auf. Aber auch die anderen Solisten zeigten sich in Bestform.

Lob verdient auch das Orchester, das sich sehr schön dem Stil des Werkes anpasste, beweglich und als harmonische Gruppe spielte und auch bei Solis, etwa bei den beiden Violinsolis im zweiten Teil, in den Bläser-Solis oder bei den beiden Gamben-Stücken, technisch und klanglich wunderbar musizierte.

Und schließlich die Dirigenten der Gaisburger Aufführung: Viele hatten den Pauluschor schon bei früheren Konzerten dirigieren dürfen, und sie zeigten jetzt, dass sie in der Zwischenzeit viel hinzugelernt haben. Sie standen wesentlich selbstbewusster und sicherer vor dem Chor und zeigten beim Dirigieren eben nicht nur das Tempo und die Einsätze an, sondern eine Interpretation des Stückes, seine Phrasen und Betonungen.
Und sie ließen sich auch nicht irritieren, wenn einmal etwas nicht so klappte (was recht selten vorkam), wenn etwa der Sopran des Pauluschores der Überzeugung war, den Bass unbedingt bei seinem Einsatz freundlich begleiten zu müssen, obwohl man erst zwei Schläge später
dran gewesen wäre...
Und dann gab es noch den Beweis, dass es ohne Dirigenten eben auch nicht geht: vergisst der Dirigent einmal einen kurzen Choreinsatz, dann setzt der Chor auch nicht ein!

Aus meiner Sicht also zwei rundum gelungene Konzerte, die auch erfreulich viel Publikum anzogen.

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